Entwicklungsfördernde Umgebung
Neonatologe Primar Dr. Josef Rücker freut sich: „Dieses Zentrum ist speziell nach den Grundsätzen einer entwicklungsfördernden Umgebung für Frühgeborene konzipiert und stellt das erste Haus dieser Art im deutschsprachigem Raum dar.“ Rund um die Uhr und Tür-an-Tür sind Frauen- und KinderärztInnen zur Behandlung von Müttern und zur Versorgung Neugeborener künftig bereit. Der Vorstand der Universitätsklinik für Kinder- und Jugendheilkunde, Univ.-Prof. Dr. Wolfgang Sperl erklärt, warum das Eltern-Baby-Zentrum gerade jetzt so wichtig ist: „Handlungsbedarf in Sachen Eltern-Baby-Zentrum besteht auch, da es seit einigen Jahren einen deutlichen Anstieg der künstlichen Befruchtung und damit eine steigende Tendenz zu Mehrlingsgeburten und Frühgeborene mit einem Geburtsgewicht unter 1.500g gibt.“
24-Stunden-Präsenz der Mutter
Die Projektleiterin der Neonatologie des neuen Eltern-Baby-Zentrums Dr. Erna Hattinger-Jürgenssen weiß, um die Notwendigkeit eines integrativen Ansatzes bei der Versorgung von Frühgeborenen: Vor allem die Mutter spielt eine große Rolle. Eine 24-Stunden-Präsenz der Mutter wird durch die neuen Intensiveinheiten mit Schlafoption im Multifunktionsstuhl erleichtert, durch die vier Mutter-Kind-Einheiten und durch das Elternrefugium, in dem vier Mütterzimmer und verschiedene Gemeinschaftsräume zur Verfügung stehen. Die Spitzenmedizin verschwindet in den Mutter- Kind Zimmern hinter Vertäfelungen und wird, wenn nötig blitzschnell aktiviert. „Um die Wohlfühlatmosphäre herzustellen, die die Frühgeborenen brauchen, um sich zu gesunden Kindern zu entwickeln, ist zusätzliches Geld von Nöten. „Die Erfahrung meiner jahrelangen Arbeit auf der Neonatologie hilft mir, den richtigen Einsatz der Spendengelder zu garantieren“, erklärt Oberärztin Hattinger-Jürgenssen.
Unter einem Dach
Die sechs neuen Kreisssäle (inkl. der Möglichkeit einer Wassergeburt) mit dem anschließenden Sectio-OP (Kaiserschnitt OP), der Intensivbereich der Neonatologie (Neugeborenen Intensivstation), die gynäkologischen Risikoambulanzen und die Wochenbettstationen der Frauenklinik sind über den verglasten Gang direkt an das neue Zentrum angebunden. Unter Einbezug der grandiosen Szenerie des Parks ist es den MacherInnen gelungen, Eltern und Kind – im übertragenen Sinne – ein Nest in den Baumkronen zu bauen, von dem ein befreiender Blick über Aiglhof bis zum Untersberg und den Staufen schweifen kann. Im dritten Obergeschoß wird ein Elternrefugium mit Übernachtungsmöglichkeiten für „Frühchen-Eltern“ planerisch und baulich verwirklicht. Insgesamt bieten im neuen Gebäude ausreichend 1- und max. 2-Bett Zimmer, Familienzimmer, Elternbereiche in der Nähe des Kindes, familienfreundliche Ambulanzbereiche, die Sonderklassestation mit Blick ins Grüne und eine Cafeteria ein schönes und sicheres Geburtserlebnis mit sehr hohem Komfort und größter Sicherheit für Mutter und Kind.
Sicherheit und Wohlfühlatmosphäre
Das Konzept des Eltern-Baby-Zentrums/Perinatalzentrum Salzburg beruht auf der konsequenten interdisziplinären Nutzung medizinischer Kompetenz. Ein Perinatalzentrum (perinatal = „um die Geburt herum“) vereinigt alle an der Geburt beteiligten Fachdisziplinen – von der Geburtshilfe über die Anästhesie bis zur Neonatologie (Neugeborenen-Heilkunde) – unter einem Dach. Damit wird größte Sicherheit vor allem auch bei schwierigen Geburten gewährleistet. Das neue Konzept entspricht mit der Erweiterung der Nutzfläche auf 3.025 m2 allen modernen medizinischen Standards. Der ganzheitliche Ansatz des Konzeptes ermöglicht alles, was ein Baby bis zu seiner Entlassung in die häusliche Pflege benötigt. Die detaillierte Raum- und Funktionsplanung ermöglicht auch die Integration der Ambulanzen in das Eltern-Baby-Zentrum / Perinatalzentrum Salzburg: Die Geburtshilfliche Ambulanz (7.000 Frequenz/Jahr), die
Pränatalambulanz (3.000 Frequenz/Jahr) und die Neonatologische-Ambulanz bzw. Nachsorge- und Stillberatungsambulanz (450 Frequenz/Jahr).
Zusammenfassung Zahlen & Fakten:
Investitionskosten Eltern-Baby-Zentrum (EBZ) / Perinatalzentrum Salzburg 19,9 Mio. Euro
Sanierung von 6 Kreissälen inkl. Provisorium für die Bauzeit 3,1 Mio. Euro
Fertigstellung Kreissäle Seit Herbst 2007
Fertigstellung EBZ 25. 6. 2010
Nutzungsfläche EBZ m2 3.025 m2
Bettenanzahl Frauenklinik gesamt 2009 116
Betten Frauenklinik im Neubau 11 Klassebetten11 Tokolysebetten
Bettenanzahl Neonatologie gesamt 2009 23
Betten Neonatologie im Neubau 12 NICU Betten 9 NIMCU Betten (4 in Einzelzimmern)3 NeoCare Bettendiese sind aber im Kinderzimmer der integrativen Pflegestation im Altbau
Geburten durchschnittlich jährlich 2.150
Bildrechte: SALK/Unterhauser : Imagebild Babys mit Mutter / NEUES KONZEPT PNZ bedeutet die Konzentration auf Sicherheit durch persönliche Atmosphäre in Entbindungsräumen und auf Stationen, High-Tech-Medizin, Patientenproblemorientierung, Ökonomie, Nachhaltigkeit und Ganzheitlichkeit.
Rückfragen:
Mag. Mick Weinberger
Leiterin Public Relations und Klinikmarketing,
SALK Pressesprecherin
SALK - Gemeinnützige Salzburger
Landeskliniken Betriebsgesellschaft mbH
Müllner Hauptstraße 48
5020 Salzburg
Tel: +43/0662/4482-1007
Mobil: +43/0664 604141 1007
Fax: +43/0662/4482-1009
m.weinberger@salk.at
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