Diagnose und Therapie in der Nuklearmedizin
Die Nuklearmedizin ist ein eigenes medizinisches Fachgebiet, in dem radioaktive Arzneimittel in der Diagnostik und Therapie unzähliger Erkrankungen eingesetzt werden.
In der Diagnostik wird die Funktion aller Organsysteme des menschlichen Körpers, wie Gehirn, Herz, Lunge, Niere, Schilddrüse oder Knochen, sichtbar gemacht.Aufgrund der geringen Strahlenexposition können nuklearmedizinische Untersuchungen vom Säugling bis ins hohe Alter durchgeführt werden. Gewöhnlich sind diese nahezu ausnahmslos ohne Nebenwirkungen oder Beschwerden.
Bei der nuklearmedizinischen Therapie gelangt ein Radiopharmazeutikum bis zu den krankhaften Zellen vor und zerstört diese durch radioaktive Strahlen.
PET/CT
Der Schwerpunkt nuklearmedizinischer Verfahren liegt zunehmend auf der Diagnose und Kontrolle des Behandlungsverlaufs von Tumorerkrankungen. Hierbei liefert die Untersuchung mit der Positronen-Emissions-Tomographie (PET) wertvolle Unterstützung. Die Kombination mit den Informationen, die eine Computertomographie liefern kann, ermöglicht eine noch genauere Diagnose und ganz präzise anatomische Ortung der erkrankten Gebiete.
Der Einsatz des kombinierten PET/CT-Scanners ist eine wichtige Waffe im Kampf gegen den Krebs und wird an unserer Klinik seit 2006 praktiziert. Denn nur eine genaue Kenntnis über den Ursprung, die Lage und Ausdehnung des Tumors und vor allem das Stadium ermöglicht einen optimalen Therapieeinsatz.
Bei einer Reihe von Erkrankungen bietet die PET-CT die höchste diagnostische Genauigkeit aller bildgebenden Verfahren für die Diagnose, das Staging und vermehrt für die frühzeitige Beurteilung von (pharmakologischen) Therapien.
Die PET-CT ermöglicht eine Vereinfachung und qualitative Verbesserung des interdisziplinären Patientenmanagements in Kardiologie (Herzinsuffizienz) und Neurologie (Alzheimer Demenz Früherkennung).
Die multidisziplinäre Bedeutung der PET-CT lässt sich auch am vermehrten Einsatz in der Bestrahlungsplanung für eine Strahlentherapie darstellen. Die Möglichkeit zur Durchführung diagnostischer CT Untersuchungen im Rahmen der PET CT führt zu einer Entlastung bestehenden Einrichtungen, wobei pro PET-CT jeweils bis zu 4 diagnostische CT Untersuchungen (Hals, Thorax, Abdomen, Becken) in den Untersuchungsablauf integriert werden können.
Die Universitätsklinik arbeitet nach strengsten Qualitätskriterien und ist TÜV-zertifiziert.









